Alles begann 1990 ...

 

Was für ein Jahr - Deutschland erlebte die Wiedervereinigung und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wurde Weltmeister. Fast unberührt davon formierte sich eine zunächst kleine und unscheinbare neue Kirchengemeinde in Wiesbaden. Wir hatten eine klare Vision vor Augen: Wir wollten unseren Glauben einfach, erfahrbar und modern leben und hierbei glaubensfremde Menschen mit Jesus in Verbindung bringen. Wir wollten eine Kirche sein, die den Menschen von heute berührt. Dazu bemühten wir uns um zeitgemäße Musik, spirituellen Tiefgang in der Anbetung Gottes und um eine Predigt, die etwas mit Menschen und ihrem Leben zu tun hat - eine Gemeinde, die für Menschen da ist, die nicht zur Kirche gehen.

 

Und so ging es los. Unseren ersten Gottesdienst feierten wir als Gast in den Räumen einer amerikanischen Black Gospel Gemeinde. Auch wenn wir mit etwa 40 Leuten nicht gleich die Welt bewegen konnten, erlebten wir, dass Gott und der Glaube an ihn eines der besten Rezepte gegen Resignation, hängende Köpfe und persönliche Krisen ist. Unsere Gemeinde begann allmählich zu wachsen, nicht über große Werbekampagnen, sondern einfach von Mund zu Mund. Freunde kamen und das war es auch, was die Gemeinde von Anfang an auszeichnete: Gute Beziehungen, Freundschaften und ein gegenseitiges Tragen.

 

1992 bezogen wir eigene Räume, die wir selber anmieteten. 1994 waren diese schon wieder zu klein, so dass wir uns schließlich im Gewerbegebiet in Wiesbaden-Nordenstadt ansiedelten. Und dort haben wir seit 2005 auch langfristig ein eigenes Zuhause gefunden mit einem eigenen Gemeindezentrum, dem CZW-Forum.

 

Nach der Anfangsphase mit aller Begeisterung für etwas Neues ging es darum, die Gemeinde zu stabilisieren. Wir mussten aus Fehlern lernen, mit Kritik richtig umgehen und haben uns positiv, freundschaftlich mit anderen Kirchen vernetzt. Jede Lebensphase hat ihre eigenen Herausforderungen und das ist für Kirchen nicht anders: Am Ball bleiben, eine dauerhafte stabile Struktur schaffen und in allen alltäglichen Herausforderungen die Begeisterung nicht verlieren. Wir glauben, dass uns das mit Gottes Hilfe recht gut gelungen ist. Ob Sie das auch so sehen, müssen Sie selber herausfinden ...