Nie mehr allein
Mein Name ist Markus Joppich, ich bin 45 Jahre alt, geschieden und habe drei Kinder. Zwei Jungs, 20 und 18 Jahre sowie eine Tochter, sie ist 13 Jahre alt. In Wiesbaden wohne ich wieder seit September 2008. Ich arbeite in der IT einer Versicherung in Wiesbaden und Köln. Im CZW bin ich seit Sommer 2009. Jesus hat mein Leben - hat mich verändert. Mein Leben hat mit ihm einen festen Fixpunkt bekommen. Den einzig wahren Fixpunkt überhaupt! Doch wie war mein Weg dorthin? Meine Geschichte hier also kurz zusammengefasst:
Ich bin 1965 in Wiesbaden geboren. Meine Kindheit und Jugend kann ich nur als behütet und glücklich bezeichnen. Ich war gut in der Schule, hatte Freunde,… alles ganz normal! Ich wurde katholisch erzogen, war also jeden Sonntag in der Kirche. Nach der Erstkommunion wurde ich Messdiener und war somit bis zu 3x/Woche im Gottesdienst. Messdienerfreizeiten, Jugendgruppen, ... es war eine schöne Zeit! Mit der katholischen Kirche verbinde ich heute Ordnung und Tradition. Mein Gott-Vaterbild war zu dieser Zeit eher bedrohlich und erdrückend. Dass dieser Gott eine Beziehung mit mir haben möchte, beziehungsweise ich eine solche mit ihm eingehen kann, war zu der Zeit kein Thema.
Mit 20 Jahren lernte ich meine Frau kennen. Wir zogen schnell zusammen. Als wir mit 23 Jahren heiraten wollten, brach ich mit der katholischen Kirche, weil der Pfarrer nicht zu meiner Trauung in die evangelische Kirche kommen wollte. Das kannte ich aus meiner Zeit als Messdiener, dass beide Pfarrer die Trauung begleiteten. Mit dem Bruch zur Institution Kirche, spielte auch Gott eine immer geringere Rolle in meinem Leben.
Ich baute mir mein Leben auf. Mein Plan nahm immer mehr Gestalt an und es lief gut, um nicht zu sagen: "Sehr gut!". Wenn ich an die Zeit vor ein paar Jahren zurück denke, dann hatte ich eine gute Ehe, tolle Kinder, ein Haus, zwei Autos, ... wir konnten den Kindern viel ermöglichen. Auch im Job lief es bestens. Ich bekam dicke Prämien für IT-Projekte, in die ich allerdings auch viel Zeit investiert hatte. Es ging uns gut und ich hatte alles unter Kontrolle!
Wozu brauchte ich Gott!?
Kennst du das Kinderspiel, bei dem man Bausteine auf eine Platte legen muss, unter der in der Mitte eine Feder befestigt ist? Das Ziel ist es, die Bausteine so aufzulegen, dass die Platte im Gleichgewicht bleibt. Wenn ich an diese Zeit meines Lebens zurück denke, dann sehe ich mich wie diese Feder. Ich schaffte es, aus eigener Kraft alles an „Bausteinen“ auszubalancieren, welche ich mir selbst oder mir das Leben auf die Platte gelegt hatte. Doch ein Stein brachte mein „Gleichgewichtssystem" zum Zusammenbruch. Es war 2004, als unsere Ehe einen tiefen Bruch bekam. Unser Vertrauen ineinander war verschwunden, wir lebten aneinander vorbei. Wie konnte es nur dazu kommen? Ich kämpfte um unsere Ehe, um unsere Familie, …
Dies war die dunkelste Zeit meines Lebens! Alle Bausteine rutschten unkontrolliert auf der Platte hin und her. Ich hatte meine Welt nicht mehr im Griff. Ich war depressiv, machte eine Therapie, war wie traumatisiert. Als Mann fühlte ich mich unattraktiv und nicht liebenswert. Das Leben fühlte sich so sinnlos an! Zum Glück hatte ich die Liebe meiner Kinder!
In dieser dunklen Zeit, nein, eigentlich schon weit vor dem Ausbruch der Krise, stand morgens um sechs immer eine Frau mit mir und anderen Leuten an der Bushaltestelle in Taunusstein. Monate vergingen, man grüßte sich nur. Igendwann führte man belanglose Gespräche, bis man dann mehr von sich erzählte. Alles nur Zufall? Heute weiß ich, dass diese junge Frau das Licht war, das der Herr mir geschickt hatte!
Sie war Baptistin und wenn sie von sich erzählte, dann merkte ich, dass diese Frau etwas in ihrem Leben hatte, das ich nicht kannte. Es waren Sätze wie "Ich bin nie allein", die mich tief trafen, denn in mir war es so leer und dunkel.
Sie erzählte von ihrer Gemeinde, ihrem Leben als Christ. Ihr inneres Licht, das für Jesus brannte, hat mir damals den Weg aus der Dunkelheit gezeigt.
In den folgenden Jahren konnten meine Frau und ich leider unsere Ehe nicht mehr retten, doch war ich jetzt nicht mehr alleine unterwegs! Meinen Weg ging ich fortan mit Jesus. Ich las zum ersten Mal selber in der Bibel und betete immer vertrauensvoller. Doch vieles war mir aber noch unklar, ich hatte so viele Fragen und war auf der Suche nach einem geistlichen Zuhause. Ich hatte sonst niemanden, mit dem ich über Jesus hätte sprechen können.
Ich danke Gott, dass ich dann irgendwann Anfang 2009 beim Durchzappen im Fernsehen auf Rhein-Main-TV und der Sendung: „Kraftvoll leben TV“ hängen geblieben bin. Es entwickelte sich eine feste Gewohnheit, so wie mancher seine Sportschau nicht verspassen möchte. So ganz natürliche Predigten – wie auf mein Leben zugeschnitten. So bin ich letztlich im CZW gelandet und konnte "ganze Sache“ mit Jesus machen. Ich war echt tief ergriffen. Ihm gehört jetzt mein Leben, in ihm findet alles seinen Sinn und seine Bestimmung.
Jesus geht mit mir durch den Tag. Er ist mir ein Freund auf dem Weg zum Vater. Zu Jesus kann ich mit allem kommen, weil er mich kennt, weil er mich gemacht hat. Er trägt mich, schützt mich und liebt mich so wie ich bin. Er fordert mich immer wieder heraus, mich erneut auf ihn auszurichten – und das ist gut so! Jede Woche, jeder Monat, jedes Jahr, das ich mit ihm gehe, wächst eine immer tiefere Beziehung, die ich nie mehr verlieren möchte!
Wenn ich bete: Das ist mein Reden mit Gott. Kein Monolog – sondern ein Dialog. Ich rede, und er antwortet. Und manchmal ist das auch umgekehrt. So hat Gott in meinem Leben schon viel zum Positiven verändert und mich innerlich geheilt. Das sind viele kleine Wunder an mir und um mich herum.
Christsein ist nach meiner Erfahrung das Unterwegssein mit Jesus hier in dieser teilweise sehr dunklen Welt. Auch ich möchte Licht sein, sein Licht - und das vielleicht auch gerade in diesem Moment, während Du meine Geschichte hier gelesen hast.
Lebensbericht von Markus Joppich
